Welpentagebuch


1. Woche

Ja ist denn hier schon eine Woche rum!?!?

ich glaub mein Schwein pfeift...

Wo ist denn bitte nur die Zeit geblieben?!

Und schon sind die B' chens eine Woche alt und scheinbar sind die Tage nur so weggeflogen. Die Kleinen entwickeln sich fantastisch und nachdem ich die ganze Woche, neben den Welpis genächtigt habe, um Pina unter die "Pfoten" zu greifen, hab ich scheinbar ein wenig das Gefühl für die Zeit verloren.

Natürlich heißt das für alle Beteiligten, alle 2 Stunden wird aufgestanden und geschaut, dass auch alle mal die "guten" Zitzen bekommen.

Jeden Morgen müssen sich die Damen der Gesellschaft dann und der Gentleman der Weiberrunde, einmal auf die Waage begeben und anders als bei uns Zweibeinern, wird sich wie verrückt gefreut, wenn die Zahlen hoch schnallen.

Alle haben ihre Gewichte verdoppelt und sind mittlerweile kugelrund und wohlgenährt. Es ist erstaunlich, wie blind und taub sich die kleinen Maulwurfähnlichen Geschöpfe zur Milchbar robben und wenn die Mutti doch mal nicht gefunden wird, wird gemeckert und Frauchen kommt und sammelt die verlorenen Piraten wieder ein und stöpselt an. 

Pina hingegen ist eine tolle führsorgliche Mama und putzt ihre Babys fleißig und schaut, dass die Wurfkiste sauber bleibt. Irgendwie ist bei meiner täglichen "Sauberrunde", die jeden Morgen ansteht, die Welpenstube so hervorragend aufgeräumt, dass ich erstaunt bin, wie Pina hier für hygienische Zustände sorgt.

Denn solange die Babys nur mit Muttermilch ernährt werden, putzt die Mutterhündin alles weg, was an Ausscheidung ansteht. Sobald dann später zugefüttert wird, macht sie das nicht mehr und dann springe ich ein und darf die geschäftlichen Dinge entsorgen. 

In den letzten 2 Tagen bemerkte ich an Pina eine unruhige Veränderung und sie hächelte stark und trank viel viel viel Wasser. Was im Grunde nicht übel ist aber bei solch einem hohen Wasserverlangen, klingeln doch die Alarmglöckchen. Das bedeutet meist eine Entzündung.

Nach einer schlaflosen Nacht, fuhr ich dann heute gleich zur Klinik nach Aschersleben und nach einer gründlichen Untersuchung und Blutabnahme, wurde eine Entzündung diagnostiziert und Pina bekommt nun 1 Woche lang Antibiotika, welches auch nicht schädlich für die Mäuse ist.

Tja denn auch das gehört mal dazu:-(

Nichtsdestotrotz sind wir weiterhin voller Zuversicht und Vorfreude auf die kommenden Wochen mit den kleinen Herzchen. Denn sie sind einfach zum auffressen goldig und sie verändern sich optisch fast täglich, so das ich sie auch schon ohne Halsbändchen erkenne.

 

 


2. Woche

 

und da waren es schon 14 Tage...

da sind die Kleinen nun und einer nach dem anderen öffnet die Äuglein und die ersten Gehversuche sind erfolgreich gestartet.

Wie schnell ging diese Woche nun schon wieder vorbei und ich bin immer wieder hin und weg von meinen Kleinen Helden und vor allem meiner wunderschönen Mama Pina. Sie macht das einfach wunderbar und nach unserem letztwöchigen Arztbesuch, geht es ihr wieder fantastisch. Sie kümmert sich so rührend um die kleinen Helden und "wuppt" die Nächte inzwischen ohne mich. So kann ich die Nächte fast durch schlummern und tanke ebenfalls wieder neu auf, für den nächsten Tag.

Denn Morgens beginnt unser Tag recht zeitig und ich beginne damit, Pina ihre Welpenmilch anzurühren, ihr das Calcium zu geben, Puppyfutter zu kredenzen und sobald die Mäuse schlafen und satt sind, gehen wir fix eine halbe Stunde in den Wald zum spazieren.

Bell natürlich immer mit von der Partie und auch sie darf mittlerweile sogar bis an die Gitterabgrenzung ins Welpenzimmer kommen und sich ihre Enkel aus der Nähe ansehen. Wie es sich für eine Omi gehört, hat sie natürlich immer eine Wagenladung Geschenke, Schokolade und ein paar Scheinchen dabei ;-)

Das toleriert Pina inzwischen sehr gut und ich hab auch schon den einen oder anderen Enkel mal ans Gitter gehalten und Omi durfte schnüffeln:-)

Das tägliche wiegen verbinden wir immer gleich mit dem großen Reinemachen und auch das ist für Mama keine Besonderheit mehr und sie liegt völlig relaxed neben mir. Es ist wirklich spannend, jeden Tag zu sehen wie die Mäuse wachsen und runder werden. Die ersten Gehversuche starteten am Dienstag und den ersten Blick in die Welt wagte sich Frau Weiß, gefolgt von Frau Lila und Frau Orange. 

Die Anderen folgen in den nächsten Stunden sozusagen. Es ist schon eine Menge los im Welpen"Kinderzimmer" und da wird sich auch mal um den besten Platz an der Milchbar gezankt. Das ist der Grund warum ich ziemlich oft neben dem "Kinderzimmer" sitze und sortiere und umstöpsle 

 

 

Frauchen voll ohne Makeup:-) oh je oh je

Dennoch habe ich am Dienstag wieder die Praxis in Aschersleben aufgesucht

(dieses Mal ohne Anhang) und habe ein Mittel gegen Bauchweh und Blähungen besorgt. Da Frau Rot, Bono und Frau Lila geweint haben und Bauchweh hatten.

Auch sowas müssen die kleinen Herzchen nicht ertragen und da gibt`s schnell Abhilfe und prompt war der olle Pups raus:-)

Frei nach dem Motto... WAS KEINE MIETE ZAHLT...;-)

Heute sind die Kleinen genau 2 Wochen alt und das heißt für alle Tiere im Hause Staat, Entwurmung!!! Angefangen mit dem Mäusejäger Kater Mickey, über Omi Bell, Mami Pina und zu guter Letzt, die Gummibärenbande.

Uijuijui... was ist das immer für ein "Spaß"

Für Welpen und Züchter...

Hinterher seh auch ich aus wie ein rosa Gummibär, da diese rosa Pampe gar nicht lecker ist und die Welpen versuchen sie schnell wieder auszuspucken. Aber was sein muss, muss eben sein da jeder Welpe ab Tag 1 Wurmlarven mit der Muttermilch aufnimmt und das leider völlig normal ist. Deshalb entwurmen seriöse Züchter ab Woche 2, bis zur Abgabe alle 14 Tage. Das gewährleistet einfach, dass die Kleinen Wurmfrei sind und eben nicht zu den neuen Besitzern kommen und bis unter die Hutkante voll mit sämtlichen Würmern stecken.

Frau Rosa hat die ganze Geschichte wahrlich zum kotzen gefunden und die anderen waren ebenso wenig begeistert. Da mir meine Kinder fleißig geholfen haben, war der ganze rosa "Mist" bald erledigt und es gab gleich wieder die gute Milch aus der Milchbar und Mama Pina hat alles wieder sauber gemacht.

Schauen wir also was die nächste Woche bringt und auch diese wird super spannend, da dann der Außenbereich im Welpenzimmer eröffnet wird und sie dann genug Platz haben zum spielen und toben.

 

 


3. Woche

 

Und es werde Hund...

 

und schwupps... ist schon wieder eine Woche (und ein bissel mehr) rum.

Junge junge, was haben wir gelacht.

Aber mal ohne Schmuh...

Diese Woche war einfach zu köstlich, im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Kleinen Milchmäuse (wie ich sie nun wieder nennen kann) habe nun die ersten Spielversuche gestartet und haben angefangen Mama und Geschwister als Spielgegenstand zu betrachten und diese auch so zu benutzen.

Sobald Pina den Wurfstall betritt, wird zunächst lautstark um Milch gebrüllt und Mama Pina muss sich ihrem Schicksal ergeben. Pina zieht sich indessen immer mehr zurück und fordert ihre Ruhe ein. Sie geht nur noch zu den Kleinen, wenn es ihr Mutterinstinkt verlangt. Ansonsten ist sie bei Bell und an ihren gewohnten Plätzen im Haus. Sobald die Hündinnen abschätzen können, dass ihre Babys "alt genug" sind, lassen sie ihre Kinderschar auch alleine und gehen sozusagen ihren normalen Weg.

Natürlich wird sie weiter Mutter bleiben, bis die Bande auszieht aber nur noch um die nötigsten Dinge zu tun.

Die so heiß geliebte Milchbar schafft allerdings auch nur noch das nötigste und 

7 hungrige Mäuler zu stopfen, bedeutet Höchstleistung und deshalb war es nun an der Zeit mit Welpenmilch zuzufüttern. Gerade für die Mutter ist es wichtig, ihr somit Unterstützung zu geben. Sei es in der Nacht und am Tage. Ich habe gemerkt, dass teilweise nur noch Luft "geflossen" ist und auch für die Milchmäuse war es somit Zeit, satt genug zu sein zu dürfen, um nicht stündlich vor Hunger zu rufen.

Tja und damit habe ich die erste Welpenmilch angerührt und was soll ich sagen...

letzte Woche war ich ein klebriges rosa Gummibärchen und diese Woche habe ich mich hoch gearbeitet, zum klebrigen Milchdealer.

Eine Milchsauerei wie sie im Buche steht. Die ersten Tage der Zufütterung, bedeuten für den Züchter, die Kleinen ständig wieder an den Napf zu stellen und ihnen zeigen, was das ist. Reingefallenen Welpen, wieder aus der Milch holen. Schauen das sich keiner arg verschluckt. Wieder Welpen aus der Milch holen. Den Boden versuchen vor einem Milchtsunami zu bewaren und wieder Welpen aus der Milch holen, die schon wieder rein gefallen sind.

Im Großen und Ganzen recht lustig...

Mittlerweile haben sie es verstanden und die Milch wird hervorragend und genüsslich geschlabbert. Pina darf dann natürlich immer die Reste verputzen.

Das bedeutet auch satte, runde und zufriedenen Welpen und eine zufriedene stressfreie Mutterhündin... (und Züchterin)

Die kommende Woche, sprich ab Freitag (4 Wochen alt) kommen uns dann die zukünftigen Welpeneltern besuchen und dürfen nun endlich nach langer Wartezeit ihre Milchmäuse in Reallife sehen und knuddeln und knutschen.

Den nächsten Wochenbericht werde ich demzufolge ein paar Tage nach hinten verschieben, da ich mich dann in erster Linie um meine lieben Welpeneltern kümmern möchte und ein wenig mehr Zeit benötige für den nächsten Wochenbericht:-)

 

 


4. Woche PLUS

 

seit alle herzlich gegrüßt aus dem wunderschönen, immer wieder leicht verschneiten Harz.

Eine turbulente Woche liegt hinter uns und auch unser langersehnter Welpenbesuch war endlich bei uns und die Milchmäuse durften geknuddelt und geknutscht werden.

Doch zunächst und von Anfang haben wir nun fast komplett auf Welpenmilch umgestellt, da ich Pina weiter entlasten wollte.

Leider haben die kleinen Milchmäuse von der Umstellung auf die künstliche Milch, übel starke Bauchschmerzen bekommen und wir hatten 3 Tage lang den blanken Horror zu Hause. Die Kleinen haben gebrüllt wie auf der Schlachtbank und ich habe 3 Tage und Nächte kein Auge zugemacht. Es wäre Utopie zu behaupten, der Züchter streichelt den ganzen lieben langen Tag lang nur dicke Hundebabys und kommt vor Lachen nicht in den Schlaf. 

Denn so ist es nicht immer. Denn diese Seiten, sieht man von Außen nicht und auch wir haben manchmal einfach das Bedürfnis mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen.

Mit der Gabe von Fencheltee und SAB SIMPLEX (was die meisten Mütter kennen) haben wir diese unschöne Sache Gott sei Dank wieder in den Griff bekommen.

Ich habe den Kleinen mittels Spritze alle 2 Stunden, SAB ins Mäulchen verabreicht und somit konnten wir dann einige Tage später wieder zur Ruhe kommen.

Die Mäuse sind nun mopsfidel und hopsen und springen, so wie es sich für Welpen gehört, durch ihr Kinderzimmer und auch auf der Terrasse rum.

Worauf ich ebenfalls knallstolz bin, ist das wir die großen Geschäfte schon fast nur noch draußen verrichten und ich im Kinderzimmer eine FAST "AA freie Zone" habe:-)

Auch die Zähnchen wachsen im Akkord und schießen ordentlich durch.

Das bedeutet aber auch, dass nun die kleinen Füßchen, Schwänzchen, Öhrchen oder Näschen der Geschwister nicht mehr einfach nur gekaut werden können, ohne das laut gebrüllt wird vor Schmerz.

Leider kann ich da noch nix machen, da sie das in dieser Zeit alleine lernen müssen. 

"Wenn gequitscht wird, muss ich los lassen"

"Okeeeeee... mach ich aber nich!!!"

Uijuijui... Da stellen sich mir die Nackenhaare auf:-(

Dennoch ging es dann endlich am Freitag los und die Kleinen durften ihre Besuche empfangen. Gestartet hat unsere kleine Bella die später bei uns im Harz bleiben wird und bekam Besuch von Annett und Ronny.

Gefolgt von Kerstin und Andreas, die ihr kleines rundes Bienchen besucht haben. Die jetzt übrigens den Zusatz ROSE erhalten hat:-)

Meine Tochter Sissi, hat Bienchen vom ersten Tag an Rose (deutsch gesprochen) getauft und wir alle mussten sie mit Rose ansprechen. Kerstin und Andreas haben beschlossen, den Namen ROSE mit aufzunehmen und Sissi freut sich wie Bolle.

Samstag fanden dann Hilger und Annika den Weg zu uns in den Harz und schlossen ihre Beauty Ginger in den Arm.

Sonntag ging es dann weiter mit Bonny, die Besuch von Janin, Jens und Pia aus Niedersachsen bekam und auch endlich geknutscht werden durfte.

Am Montag haben wir dann Besuch aus dem weiten Stuttgart bekommen und Sam und Desiree haben unsere anfangs schwarzmarken- geglaubte Diaz endlich in die Arme nehmen dürfen. Diaz hat uns wohl den mit Abstand größten Streich gespielt...

Da ist sie doch einfach heller und heller geworden, die kleine Silberpfote;-)

Heute am Dienstag war es dann endlich auch für Bono soweit, der mit Sicherheit die größte Aufgabe bekommen hat und antreten wird.

Rainer und Ulrike haben mich vor fast 3 Jahren mit genau dem selben Anliegen besucht, wie heute. Was wohl eine der emotionalsten Besuche auf Grund dessen war. Denn Bono wird in die Fußstapfen seines Onkels Ayk treten, den wir vor einigen Monaten schweren Herzens über die Regenbogenbrücke gehen lassen mussten.

Viel zu früh musste Ayk sterben und diese Wunde sitzt natürlich bei mir und vor allem bei Rainer und Ulrike noch so tief, dass es heute ein emotionales Hoch und Runter war. Schaut Ayk doch nun voller Stolz auf seine Ulrike und auf seinen Rainer herab und lenkt seine ganze Freude und Erinnerung in Bono, der nun das Erbe seines Onkels mit Ehre antreten wird.

Ich bin mir sicher, dass er das Haus der zwei wieder mit purer Freude füllen wird und endlich wieder Leben in die Bude kommt:-)

Am Samstag darf dann auch unsere kleine Lucy ihre Familie aus Hamburg begrüßen und überglücklich machen:-)

 

 

Annett und Ronny mit Bella


Kerstin und Andreas mit Bienchen


Annika und Hilger mit Ginger


Janin und Jens mit Bonny


Sam und Desiree mit Diaz


Ulrike und Rainer mit Bono


Ööööööhhhhhhmmmmm...

okeeeee...

Woche 6 ist dann mal vorüber und ich muss zugeben, ich hab die 5. Woche einfach nicht geschafft.

Man soll es kaum glauben aber ich hatte einfach keine Zeit Bilder oder Berichte zu verfassen. Ich bitte um Entschuldigung...

 

Wir hatten eine spannende Zeit mit den Milchmäusen, die mittlerweile keine Milchmäuse mehr sind, sondern kugelrunde, wohlgenährte und plüschige Teddybären. Mehr kann man dazu einfach nicht sagen. Mein Gott was sind sie nur wollig und zum knutschen. Einer goldiger als der Andere. Alle haben sich fantastisch entwickelt und sind indessen zu kleinen Hunden herangewachsen. 

Sie spielen und toben, raufen und kuscheln wie verrückt miteinander. 

Der Garten wurde mit tosenden Applause in Beschlag genommen und eins kann ich dazu sagen... Alle Teddybären lieben die frische Luft und ich hab Mühe sie alle 7 einzufangen, wenn die Nacht herein bricht und sie LEIDER rein kommen müssen.

Auch Schläfchen am Tage, werden von allen 7 am liebsten draußen gehalten.

Ob auf Terrasse, auf dem Rasen oder auch zu einem Häufchen geknäult, mitten in der Terrassentür. Hauptsache der Wind wedelt den Teddybären ums Näschen.

Petrus hat uns in dieser Woche wunderschönes Wetter beschert und das haben sich alle zu Nutze gemacht und wir haben den Großteil des Tages draußen verbracht.

Mit reichlich Besuch von Freunden, Bekannten, Welpeneltern und auch unserem Papa Louis konnten wir die sonnigen Tage einfach nur genießen.

Selbstredend haben die Mäuse in dieser Zeit viel gelernt und haben keinerlei Probleme mit "Fremden" Menschen mehr. Da auch meine Kinder und Neffen und Nichten täglich zu Besuch sind, gibts auch in Sachen Kinder keine Schwierigkeiten und ich bin meinem Motto auch in diesem Wurf wieder treu geblieben...

Kinderhändegeprüft ;-)

Was sind sie nur saucool mittlerweile...

 

Auch das gute Fresschen wurde optimiert und wir sind auf komplette feste Nahrung umgestiegen. Nassfutter von Platinum und auch das gute Trockenfutter von Platinum wird reichlich und heißgeliebt aufgesogen. Welpenmilch gebe ich ab und zu auch noch aber diese wird eigentlich nur zähneknirschend hingenommen und nur wenn es sein muss. 

Das Essen für die "Großen" ist eben 1000x besser!!!

auch Pina tut das was eine Mutterhündin so tut und würgt ihr Futter für die Kleinen vor und das wird ebenfalls heißgeliebt verschlungen.

Ich gebe zu, dass ist für den Züchter immer recht gewöhnungsbedürftig aber es gehört halt dazu. Bin ich froh, dass meine Mutter das nicht gemacht hat... Ich hab gefragt.

Zwischendurch gibt es auch eine kleine Quark/ Honig Mahlzeit aber die Herrschaften bevorzugen Platinum.

 

Worauf ich am meisten stolz bin... Wir haben es geschafft, dass die großen Geschäftlichkeiten nur noch im Garten absolviert werden und im Kinderzimmer nur noch das eine oder andere Fützchen zu finden ist. Natürlich müssen die zukünftigen Welpeneltern später fleißig weiter üben aber der Grundstein ist gelegt und da bin ich sehr sehr happy.

Die Nächte schaffen wir auch schon recht unbeschwert. Natürlich lasse ich die Kleinen Abends gegen 22.00 nochmal zum pieschern in den Garten und in der Nacht auch einmal aber auch das haben wir sehr gut in die Routine integriert. 

Bis ein Welpe später durch schläft im neuen Heim, dauert es ein paar Tage.

Aber auch das ist eine reine Übungssache und ist schnell gelernt.

Nun sind es nur noch 2 Wochen und die Teddybären ziehen nach und nach zu ihren neuen Familien. Danach sind sie in ganz Deutschland verteilt und machen die Gegend unsicher. Bis dahin steht für uns noch einiges an. Wie zum Beispiel der Besuch beim Arzt, inklusive Chippen und Impfen (nicht Corona) und die Zuchtabnahme durch den Zuchtwart.

Bis dahin haben wir noch einiges zu lernen und geben uns Mühe, dass die Mäuse topfit in die weite Welt gehen können.

 


FINAL COUNTDOWN

8. Woche

Und da sind wir schon fast am Ende unserer langen und spannenden Reise!!!

Ich muss gestehen, dass ich ein lachendes und ein weinendes Auge habe und ich momentan etwas in der Gefühlsachterbahn Loopings schlage.

Auf der einen Seite bin ich und natürlich auch meine Familie, sehr nah am Wasser gebaut weil der Gedanke des großen "Auszugs" immer näher rückt.

Auf der anderen Seite, sehe ich.... Die Rasselbande MUSS nun aus dem heimischen Nest, raus in die weite Welt, um endlich lernen zu dürfen.

Endlich zu ihren neuen Familien und endlich ein eigenes Leben zu führen.

Ab der 7. Woche hat ein Züchter alle Hände voll zu tun und ist teilweise auch nur noch mit Schadensbegrenzung beschäftigt.

Die Kleinen werden rabiat und sind auch untereinander gar nicht zimperlich, so das der eine oder andere Welpe vor Schmerz die ganze Bude zusammen brüllt.

Auch Pina hat in dieser Zeit alle Pfoten voll tun und reagiert mit knurrender und teilweise auch ruppiger Erziehung um die Bande zu bändigen.

Da wird solange auf der Mama rumgehopst und am Schwanz gezerrt und in die Nase gebissen, bis Pina dann der kurze Geduldsfaden reißt und mit dem berühmt berüchtigtem Schnauzgriff durchgegriffen wird.

Denn nur so verstehen die kleinen Raufbolde, was erlaubt ist und was nicht.

Denn eine Mutterhündin benötigt keine "Supernanny" um ihrer Meute Benehmen beizubringen...

 

Ich stehe weiterhin 1-2x pro Nacht auf und lasse die Mäuse an die frische Luft um ihre Geschäfte zu erledigen. Auch die Welpeneltern werden das die nächste Zeit weiter übernehmen müssen, bis ihre Bärchen dann zügig durchschlummern.

Der Grundstein ist gelegt und alle Welpen wissen, was auf Rasen zu tun ist.

(Ja das macht den Züchter stolz)

 

Auch unser großer Tierarztbesuch stand diese Woche auf dem Plan und alle 7 Mäuse wurden geimpft, gechipt und untersucht und haben alles wunderbar gemeistert.

Es gab den Stempel: KNALLNIEDLICH verpasst und auch das macht mich stolz:-)

Einen Tag später folgte dann auch schon Margot meinen Ruf zur Wurfabnahme und auch hier wurden alle 7 noch einmal gründlich untersucht und für die Papiere dokumentiert. Jeder hat nun einen Ausweis mit Nummer und ist offiziell registriert und eine eigene Persönlichkeit.

(und schon wieder stolz)

Mit diesem letzten Besuch und Untersuchung vom Verein, läutete gleichzeitig das

"Auszugsglöckchen" im ganzen Haus und Wehmut stellte sich ein.

Da stehen sie nun und haben sich von einem 300g- Häufchen zu einem

5 Kilo- Welpen herausgeputzt. Einer wie der andere wunderschön und liebenswert.

Mit einem wesensfesten Charakter und einfach nur wunderbar.

Es gab selbstverständlich auch höchst anstrengende Momente, wo ich teilweise verzweifelt bin. Aber diese einzigartigen Momente, wenn diese kleinen Wesen auf einen zugeflitzt kommen um dich zu begrüßen, dir über das Gesicht schlecken weil ihre Liebe zu dir einfach überirdisch ist, sich einfach in deine Arme legen...

Das sind einfach genau diese magischen Momente, die einem Züchter sagen...

"Ey... haste richtig gut gemacht"

 

Somit eröffne ich ein neues Kapitel...

AUSZUG