Tragezeit und Geburt

Wenn das WARTEN zur Herausforderung wird...

ist hier für alle Welpeninteressenten und baldigen Welpeneltern 

ein kleines wöchentliches UPDATE!

Hier dürfen alle Neugierigen rum stöbern und lesen wie es der werdenden Mami geht und was sich im Laufe der Wochen verändert.

 

Viel Spaß dabei!


Woche 1 & 2 der Trächtigkeit

nun...

man muss gleich vorweg sagen, dass die ersten 2-3 Wochen relativ unspektakulär verlaufen.

Bell ist momentan hochgradig zickig zu anderen Hunden und sogar zu Pina.

Pina erfährt zur Zeit, eine recht ruppige Erziehung und darf ihrer Mami keinen Schritt zu nahe kommen. Dann raschelts im Karton und Bell zieht dann sogar Lefzen hoch und fängt geschmeidig an, ihr Töchterchen damit nahe zu legen, sich ziemlich zügig zu verkrümeln.

Pina´ts ist das völlig fremd und unterwirft sich auf der Stelle und sucht ohne jeglichen Blickkontakt das Weite, um ja keine gescheuert zu bekommen. Es ist einfach hochspannend das zu beobachten, da ich mich aus dieser Geschichte komplett zurück nehme.

Mir gegenüber ist sie kuscheliger und anhänglicher wie eh und je.

Ich kraule ihr das Bäuchlein und erwische mich jetzt schon dabei, mit ihrem Bauch zu sprechen...HAAAALLOOOOO, IST DA WER ???

 

Ansonsten hat die Morgenübelkeit ein paar Mal zugeschlagen, was mich sehr gefreut hat... Bell ehr weniger aber das sind für mich recht gute Zeichen:-)

Wiegen werde ich sie nicht in der Phase der Schwangerschaft, da ich zum Tierarzt müsste und ich ihr diesen Stress nicht zumuten will. Bell ist, wie viele andere Tiere, nicht der aller größte Arzt- Fan. 

Darum bleiben die Gewichte nebensächlich für mich.

Der nächste Bericht erscheint nach 2 Wochen, nach dem Ultraschal und bis dahin heißt es weiter... Daumen drücken!!!

 


Woche 3 & 4 der Trächtigkeit

Hurra wir sind schwanger!!!

Endlich endlich endlich...

der große Tag war endlich gekommen und wir hatten unseren langersehnten Ultraschalltermin in Aschersleben.

Nachdem die beiden Wochen wieder recht langweilig verliefen, betrachtete ich Bell`s Bäuchlein mit Argusaugen, um eventuelle Veränderungen ja nicht zu verpassen. Und wieder lag ich ständig vor diesem Hund und quatschte mit ihrer, nun doch immer dicker werdenden Plauze, um ein kleines Rufen von innen zu erlauschen..." huhuuu... wir sind`s die FRUCHTBÄRCHEN;-) und liegen hier so rum"

aaaaaber... nix da :-( 

die wollten einfach noch nicht mit mir quatschen.

Bell`s Hunger war und ist ungebremst und sie würde auch an meiner Zehe knabbern wenn ich Käse drumherum wickeln würde. Ich muss sie dennoch noch in Schach halten, was das Figürchen betrifft. Wir wollen ja nicht, dass sie platzt.

Ich habe ihre Mahlzeiten nun schon auf 3x täglich verteilt um sie damit ein wenig 

"auszutricksen" was die Menge angeht. Mit mal mehr und mal weniger Erfolg. 

Bell bekommt nun auch meine kleine Geheimwaffe, was SUPERFOOD für Mensch und Tier angeht. Gerstengras! Gerstengras ist unheimlich fördernd für trächtige Hündinnen und vor allem für die Kleinen. Das Pulver wird in einen Naturjogurt gegeben und da es relativ streng schmeckt, mische ich noch ein wenig Kokosöl und einen Klecks Honig dazu. Lecker schmackofatz!!!

Auch hat sie mittlerweile, in gewissen Abständen, Globulis bekommen, die helfen den Körper der Hündin vital zu halten und nach dem Deckakt zu akklimatisieren und wieder in Lot zu bringen.

Zudem wurden alle Tiere entwurmt und dieses Prozedere, wird nun stätig wiederholt bis zur Geburt, um möglichst alle Würmer so gering wie nur möglich zu halten.

Eine Hündin und spätere Mutter überträgt stets und ständig Wurmlarven. Das ist immer so und liegt in der Natur, auch über die Muttermilch. Darum ist es so unglaublich wichtig FÜR UNS ALS ZÜCHTER und VERANTWORTUNGSVOLLEN BESITZER, Mutter, Welpen und alle im Haushalt lebenden Tiere zeitgleich zu entwurmen und das sehr kontinuierlich.

 

nun gut...

Dann kam nun endlich Tag X und wir konnten zum Tierarzt fahren.

Natürlich findet Bell das alles ziemlich blöde und hat sich nicht freiwillig in die "Höhle der Löwen" begeben.

Aber was sein muss, muss leider sein...

Nachdem Bell ihr kleines "Guck-Fenster" in den Bauch rasiert wurde, konnte das Welpenkino nun online gehen.

Ärzte und Helfer waren ebenfalls so gespannt und alle hielten den Atem an, als der Schallkopf den Bauch berührte...

Bis uns Nummer 1, Nummer 2, Nummer 3 und Numero 4 gleich vor die Linse hopsten und in die Kamera winkten...

Mein Gott... was war ich happy und bin es immer noch. Weitere Babys haben wir nicht gesucht, da Bell es trotz meiner Streicheleinheiten weiterhin irre doof fand auf dem Tisch. 

Egal...wir haben den Beweis schwarz auf weiß.

 

Ab jetzt heißt es nur noch 4 Wochen ein wenig gedulden und in dieser Zeit, fängt für uns hier im Welpenparadies, der allerschönste Teil an... wir werden nun alles herrichten für die FRUCHTBÄRCHEN...(achtung Spoileralarm;-) )

Welpenzimmer einrichten, Welpengarten aufbauen und gleichzeitig abtrennen vom Rest der 2000qm Garten. Denn Welpen auf so viel Grundstück zu suchen, wenn sie abgequalmt sind, ist wie wir gut wissen, eine kleine Katastrophe. Darum bekommen sie "nur" knapp 500 qm zum spielen, toben und rumfetzen.

Bis dahin werde ich nun alle Neugierigen wöchentlich mit auf unsere spannende Reise nehmen und jedes Wochenende ein Update machen.

Also... Bis die Tage...

 

(im Übrigen, sind aus den 4 Milkaeiern, 4 kerngesunde Kanarienvögel geworden) 

Warten vor der Praxis in Aschersleben


5. Woche

 

es wird runder und runder...

 

die 5. Woche liegt nun erfolgreich hinter uns. Bell ist mittlerweile eine Schmusekatze vor dem Herren geworden (die sie ja eigentlich schon immer war), nur das sich jetzt ein dickliches 27- Kilo- Pony gegen meine Beine schmeißt und mir dabei fast die Kniescheiben raus haut. Unwissend das sie nicht die zarte Tinker Bell ist. Aber wurscht... ich drücke und schiebe mir danach einfach alle Scheiben, Knorpel, Sehnen, Muskeln oder andere raus gekloppten Körperteile, wieder in ihre Ursprungsform zurück und gedenke dabei Tamme Hanken.

 

Die Gier nach Futter und allem fressbaren ist indessen auf ein Maximum gestiegen. Ich vermute, Bell weiß genau, dass sie bald viel Energie brauch um sich selbst und die Rasselbande zu versorgen. Nur es ist noch nicht ganz an der Zeit mit der "Mehrfütterung" . Bald bekommt sie zusätzlich Welpenmilch von mir zubereitet, die ich natürlich schon da habe. Dann kann sie Reserven aufbauen, die sie für die Geburt und die Säugezeit dringend brauch. Ihre Mittagsmahlzeit besteht nun aus einer Banane, Naturjoghurt, Honig, Kokosöl und Gerstengras.

hübsch klein gematscht, schmeckt sie das Gerstengras, was sie geschmacklich nicht unbedingt zum jubeln bringt, gar nicht mehr raus. Und schon hat sie was nettes süßes schnabuliert.

 

Im Laufe der Woche sind nun auch nach und nach schon einige Pakete bei uns eingetrudelt. Dieses Mal nicht mit Handtaschen, Make-up und Klamotten

(nicht nur...aber PSSSST) sondern mit den ersten Dingen für die Fruchtbärchen. Spielkram, Decken, Milch, Utensilien für die Geburt und die neuen Halsbändchen.

Denn das Welpenzimmer hat diese Woche wieder seinen Ursprung gefunden und es wurde wieder zum Leben erweckt.

THE BEGINNING

UNTER STRENGER BEOBACHTUNG

MAN BEACHTE DIE BIERFLASCHE IN DER WURFKISTE... die gehört übrigens nicht Bell;-)

DAS ERSTE "BABY" SITZT SCHON PROBE UND WIRD GLEICH MAL BEMUTTERT

RODY & SABRINA WOHNEN SOLANGE IN IHREM NEUEN "PFERDESTALL" 

Mein neuer, alter Arbeitsplatz ist ebenso fertig und startklar. Dort wird bald der Platz sein, wo ich meine Hausaufgaben mache und die Kleinen wiege.

Mein Bett steht auch schon in den Startlöchern und wird ca. eine Woche vor der Geburt in Betrieb genommen. Denn ab da schlafe ich mit Bell zusammen im Welpenzimmer, um ihr einfach wieder den Platz zu zeigen, wo sie die nächsten Wochen sein wird. Natürlich kann sie sich daran erinnern, was sie mit diesem Aufbau verbindet und geht zielgerichtet überall hin und beschnuppert alles, was Erinnerungen birgt. Pina hingegen, steht der ganzen Geschichte ehr skeptisch gegenüber und weiß nicht so recht was hier geschieht. Pina hat sich in diesen Wochen sehr verändert und hat sich bewusst etwas zurückgezogen. Sie merkt, dass ihre Mama sich verändert und lässt ihr die Ruhe, die sie brauch und möchte. Das Babydasein von Pina scheint vorbei und sie ist erwachsen geworden.

Pina wird eine fantastische große Schwester werden und wird Bell sehr sehr viel Arbeit abnehmen, wenn die Kleinen da sind. 

Gerade in der Zeit wo die kleinen Rotznasen anfangen zu toben und zu raufen und die Mama sich einfach zurückziehen wird, um Kraft zu tanken, wird Pina mit Freude den Part der Spielkamaradin übernehmen und das macht mich so happy. 

Dieses Team was ich hier zu Hause habe, wird unschlagbar sein.

Dennoch wird Pina die ersten Wochen nicht zu den Welpen dürfen, was der Grund für die Kinderschutztür an der Zimmertür ist. Das entscheidet Bell selbst, wann sie bereit ist, Pina zu den Bärchen zu lassen. Da mische ich mich nicht ein.

 

Aber bis es soweit ist, verbringen wir die Zeit mit Kraft sammeln und Bell darf runder werden. Das Bäuchlein hebt sich mittlerweile deutlich ab und das Fell stiepelt lustig nach außen. Man sieht nun, dass dort kleines Leben versteckt ist und sie kann es nun nicht mehr leugnen.

 

Bis dahin... see you next week


6. Woche 

Die Princess of Wales

seit gegrüßt, verehrte Freunde.

Heute widmen wir uns der gar rätselhaften Frage, wie aus dem werten Burgfräulein Annabelle vom Arenholzer See, die zart mäkelnde Princess of Wales werden konnte.

NUN GUT...

Die letzten Tage mit dem Burgfräulein verliefen zunächst, wie es die vorherigen Wochen schon verlauten ließen, recht einfach und gar unspektakulär. 

Das Fräulein widmete ihr holdes Wesen und Dasein ganz dem ungeborenen Leben und verweilte auf dem Staatlichen Anwesen um dort die königlichen Pfoten zu schonen, fernab von körperlicher Ertüchtigung.  Doch in den letzten Tagen, vermochte die liebreizende Maid, ihre von mir kredenzten Mahlzeiten zu verschmähen und zauderte mit meinen Kochkünsten.

Durchaus bekam die holde Bell nun mehr zur Verfügung gestellt. Angefangen von der immer wohlgeliebten Welpenmilch, bis hin zum Welpenfutter. Genau so, um auf die adligen Rippen eine hübsche barocke Rundung zu zaubern und die sagenhaften Babys im Bäuchlein der Mama zu nähren und pummeln zu lassen.

Doch all meine Bemühungen, waren blanker Unfug für die holde Maid und für die Katz (im wahrsten Sinne) 

"Haltet ein... ich reite flugs auf den Wochenmarkt und erwerbe ihnen neue Köstlichkeiten, die ihr Auge frohlocken lassen"

Ei... schaut nur diese Pracht an gar köstlichen Speisen, edlen Ölen und wohltuender Milch. Habt ihr eure Wahl schon getroffen Princess of Wales?

Es war eine Augenweide, was die Königin Mutter dort kredenzte und die Prinzessin ergötzte sich an der Staatlichen Schlossküche.

 

neu und heißgeliebte Welpenmilch

Was für eine aufregende Woche für uns. Angefangen das Bell zu Anfang der Woche, leichte Probleme mit dem Aufstehen und Laufen selbst hatte. Nach Untersuchung beim Tierarzt, konnte nichts festgestellt werden, warum die Maus plötzlich lahmte. Der Bauch und natürlich die kleinen Fruchtbärchen, drücken von innen auf Nerven und erschweren das Laufen.

(oh je oh je:-( DAS KENNEN WIR FRAUEN NUUUUR ZU GUT)

Ich half ihr nun beim Aufstehen und lief mit ihr in gewissen Abständen in den Garten um dort geschäftliche Dinge zu erledigen. Natürlich war sie immer dann im Vollbesitz ihrer Kräfte, wenn am Hoftor plötzlich ein fremder Hund vorbei lief. Was die Sache dann nicht unbedingt besser machte für den eingequetschten Nerv, wenn die runde Maus plötzlich wie ein geölter Blitz zum Tor vor donnerte.

Nach ein paar Tagen und konsequenten Zurückhalten, was das "vordonnern" anging, hab ich das Laufen endlich wieder in den Griff bekommen.

Bell hat scheinbar verstanden, das es besser ist, momentan nicht zur Türe zu hämmern, wenn ein fremder sich zu nahe am Grundstück befindet. Was natürlich völlig gegen die Passion des Eurasiers geht. Den Posten des Wachens musste dann Pina übernehmen und das hat sie fantastisch gemeistert, so ganz ohne Mutti.

 

Pina in ihrer neuen Position des "ersten Wachhundes"

Das überstanden, stellte sich nun bei Bell das "mäkeln" ein, wie oben schon deutlich gemacht. Selbst ihre sonst so heißgeliebte Welpenmilch, wurde abgelehnt. Ihr normales Futter war auch nicht mehr genehm und was tuen wir dann???

Natürlich... in dieser besonderen Situation, wird die Big Mama verwöhnt und da ich immer noch heilfroh war, dass sie nun endlich wieder laufen konnte, hab ich mich sofort auf die Strümpfe gemacht und "neue Köstlichkeiten" besorgt.

Welpenmilch von ROYAL CANIN, frisches Muskelfleisch in Form von Pansen zur Stärkung des Körpers, Welpenfutter von Platinum und Lachsöl.

Das mochte das Mäuschen dann doch wieder und der Appetit kam tüchtig zurück.

 

zufrieden und gesättigt

Ab der 6. Woche legen die Welpen nun ordentlich an Gewicht zu und haben einen eigenen Energiebedarf, den ich Bell zusätzlich geben muss.

Die Ausbildung der Barthaare, Zehen, Krallen und der Organe sind nun abgeschlossen. Die Föten sehen nun schon aus wie Hunde. Kopf und Rumpf sind unterscheidbar und das Geschlecht wäre erkennbar. Die Fellfarbe entwickelt sich und mit einem Stethoskop könnte man das Herzchen schlagen hören.

 

Bell, Pina und Mickey wurden alle am 40. Tag der Trächtigkeit entwurmt und damit kann keiner der Tiere sich gegenseitig mit Würmen anstecken. Natürlich entwurme ich alle im Haushalt lebenden Tiere zeitgleich und auch später werden allesamt entwurmt, wenn die Bärchen auf der Welt sind.

 

Das Welpenzimmer ist nun komplett fertig und...so wie es sich für uns Mädels gehört, schnuckelig dekoriert. Eine "Höhle" mit Schlummerlicht gehört selbstredend dazu.

 

Sternenhimmel nach Hubert Kah

Noch wird die Wurfhöhle als Pferdestall umfunktioniert und zum Spielen benutzt. Pina Wachhund immer mittendrin!

ein noch leerer Welpengarten

Noch müssen ein paar Dinge erledigt werden, bevor es dann zum Countdown kommt.

Aber der Großteil ist schon startklar.

Der Welpengarten wird noch separat fest eingezäunt. Dieses Mal mit vorher angelegten Borden und festen Zaun, so das die kleinen Schweinchen nicht wieder den großen Ausbruch aus Alcatraz planen können:-)

 

Bis dahin werden wir nun erstmal in die spannende 7. Woche starten und unsere

BIG MAMA verwöhnen.

 

bis dahin... Habt euch wohl!!!


Abbruch der B- Bärchen❤

7. Schwangerschaftswoche und Abbruch

 

es fällt mir nicht leicht diese Worte zu schreiben.

Doch ich möchte auch über die "Schattenseiten" des Züchterdaseins schreiben und das es auch hier nicht immer rosige und goldglückliche Zeiten gibt.

 

So oft höre ich Worte von anderen Menschen. Sei es Bekannte, Fremde oder auch Freunde.

"du verdienst dir doch an diesen Welpen eine goldene Nase"

"der Hund macht die ganze Arbeit und du kassierst hinterher die

8 Milliarden"

 

Wer seriös und verantwortungsvoll züchtet, züchtet nicht des Geldes wegen oder weil man sich angeblich "gesund stößt"

Man züchtet aus Liebe und Freude am Leben. 

Reich wird kein Züchter!!! soviel muss gesagt sein.

Es ist wunderbar, dieses Erlebnis der Geburt miterleben zu dürfen. Kleines Leben in den Händen halten zu dürfen. Seinem Tier absolute Vertrautheit und Sicherheit zu schenken und zurück zu bekommen. Dieses kleine Leben aufwachsen zu sehen, helfen zu können und sie hinterher in freudestrahlende Augen und Hände zu geben. Menschen anzuvertrauen, die vor Glück überschäumen.

 

Doch leider ist das für uns nicht immer Alltag. Denn die Realität kann auch anders aussehen. Sei es in Form von Sternen- oder Schmetterlingskindern, Behinderungen, Frühgeburten oder wie in unserem Fall, der komplette Tod der Welpen im Mutterleib.

 

Bell hatte sich eigentlich wieder recht gut erholt und sie fraß doch wieder ganz gut. Doch eines machte mich weiter stutzig. Warum wächst der Bauch nicht??? sind es wenige Welpen???     hmmm...

Ich konnte irgendwie keine Bewegungen der Welpen spüren, wo es doch schon langsam an der Zeit sein sollte.

Anrufe bei anderen Züchterfreunden, Vereinsmitgliedern und Freunde vom Verein verhießen auch dort nicht unbedingt übermäßige Freude.

Als dann aber plötzlich blutiger, schleimiger Ausfluss im Spiel war, klingelten bis in alle Ecken die Alarmglocken.

Angekommen in Aschersleben bei unserer Praxis und nach einem Ultraschall, der keine lebenden Beweise mehr hergab, bekam ich dann vorsichtig die Diagnose, dass Bell dringend und umgehend operiert werden muss.

Es handelt sich um eine Pyometra, eine Gebärmuttervereiterung.

Diese Diagnose haute mir auf deutsch gesagt "mitten in die Fresse"

Es gab keine lebenden Aktivitäten mehr und sie brauch sofort eine

Total- OP, eine Hysterektomie, um diese hässliche Sache zu überleben.

Ich habe es nicht geschafft in dieser Sekunde stark zu bleiben. Die Tränen flossen einfach los und ich hatte Angst, dass meine beste Freundin auf dem OP- Tisch verstirbt.

Anstatt meine Bell zu trösten, legte sie ihren Kopf auf meinen Schoß und schaute mich die ganze Zeit an und tröstete mich.

Weil ich nicht in der Lage war, ihr in diesem Moment Kraft zu geben... so tauschte sie mit mir die Rolle und war für mich da und hielt mich fest.

In den Händen von Frau Dr. Kleffel und Frau Dr. Kullrich wurde meine Prinzessin dann in Narkose gelegt und ist in meinen Armen zusammengesackt. Das war der Augenblick, wo ich das Leben meiner Maus, in die Hände der beiden Ärztin gab und gehen musste.

In dieser Zeit war ich nicht mehr Herr meiner Sinne und konnte nicht mehr klar denken. Ich konnte hier nichts mehr tun und nur noch beten, dass sie bei mir bleibt.

 

2 Stunden später durfte ich zu ihr und sie hat, GOTT SEI DANK alles überlebt und ich durfte sie behalten. DANKE!!!

Damit war die Trauer um die B- Mäuse nun nicht mehr ganz so tödlich für mich, weil ich meine Seelenverwandte zurück hatte.

Frau Dr. Kleffel hat mich gefragt, ob ich gern die Gebärmutter sehen möchte und rein beruflich bin ich da sehr abgehärtet und wollte natürlich alles sehen.

Sie hat die Gebärmutter vor meinen Augen aufgeschnitten und eins kann man dazu nur noch sagen...

die Kleinen Mäuse hatten gegen diesen schrecklichen Eiter NULL CHANCEN.

Es ist einfach unfassbar, was Eiter in dieser doch so kurzen Zeit anrichten  und zerstören kann. Der Geruch dieser "Pampe" war unerträglich und nicht von dieser Welt. Somit war es in diesem großen Unglück noch Glück, dass Bell das überlebt hat. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn dieses "Ding" was es letztendlich nur noch war, geplatzt wäre.

 

Nachdem ich sie endlich operiert und noch etwas bedudelt wieder mit nach Hause nehmen durfte, saß der Schock natürlich bis ins Mark. Für uns alle und für den ganzen Verein und für die Menschen, die ein Mäuschen in ihre Arme hätten schließen dürfen.

Es war so toll, wie viele Menschen in dieser Zeit für mich da waren, was unseren Verein zu dem macht, für was er steht. Freundschaft und Dasein!!!

wir sind hier nicht allein.

Vor allem wenn es schwer und traurig wird, egal in welcher Situation.

 

Mittlerweile kann ich über diese Sache gut erzählen und ich habe zusammen mit meiner Maus alles gut verarbeitet.

Meine Familie und meine ganzen lieben Freunde haben mich ebenfalls sehr unterstützt und nun weiß ich, wie furchtbar nah sich Tod und Leben manchmal stehen können.

Und wir Züchter auch diese Sachen bewältigen müssen und nicht nur den ganzen Tag kleine dicke Knutschkugeln betüddeln und danach reich wie Rockefeller wären. Nein... dazu gehört wesentlich mehr als das.

Denn eins habe ich ich nur zu gut gelernt...

Mutter Natur fordert sich ihr Recht zurück, wo der Mensch überhaupt keine Chance mehr hat und plötzlich sind wir alle wieder ganz klein.

Sei es Mensch oder Tier!!!

 

Wir erholen uns nun von dieser tragischen und doch prägenden Geschichte und haben beschlossen, den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Dafür bin und bleibe ich einfach zu sehr Züchter, mit Leib und Seele.

Unsere kleine Pina hat in dieser Zeit weiterhin die Aufgaben ihrer schönen Mama übernommen und ist über sich hinaus gewachsen. Bell hat ihr in ihrer schweren Situation das Zepter in die Pfoten gegeben und Pina hat das mit Bravour gemeistert und beide haben bewiesen, dass beide Mädels ein eingespieltes Team sind und die Eine sich auf die Andere verlassen kann und wir alles zusammen meistern können.

 

Bell darf sich nun dem Gesund- werden widmen und wir schauen optimistisch nach vorn.

Die kleinen B- Himmelsbärchen spielen jetzt dort, von wo sie ursprünglich her gekommen sind... über den Wolken und das mit ganz vielen anderen geliebten besten Freunden, die wir alle schon einmal schweren Herzens gehen lassen mussten. Denn dort oben treffen sie sich alle wieder.

 

 

Dies ist der Trost der uns wieder lächeln lässt!!!

 

ungeboren und schon unendlich geliebt

 

Vielen Dank an Frau Dr. Kleffel und Frau Dr. Kullrich aus Aschersleben!

Der Blick mit Wehmut ins Welpenzimmer